Dreieinhalb Jahre nach seinem letzten Auftritt in der UFC kehrt einer der bekanntesten europäischen Mixed Martial Arts- und Kickboxkämpfer wieder ins berühmte Achteck zurück. Wie die UFC im Rahmen von UFC Stockholm vor etwas mehr als einer Woche bekannt gab, wird die kroatische Legende „CroCop“ Teil des Hauptkampfs von UFC Fight Night: Gonzaga vs. Filipovic sein. Die Veranstaltung ist gleichzeitig das Debüt der UFC bei unserem östlichen Nachbarn.
Mirko Filipovic, so der eigentliche Name von CroCop, war bisher zwei Mal bei der UFC unter Vertrag. Beide Male verabschiedete er sich mit einer negativen Bilanz von seinem Arbeitgeber. Während seines ersten Aufenthalts musste er nach seinem Debütsieg zwei Niederlagen hinnehmen, während sein zweiter Abstecher in die UFC mit drei (T)KO-Niederlagen gegen Frank Mir, Brendan Schaub und Roy Nelson ein schnelles Ende fand. Trotz einer UFC-Bilanz von 4-6 gilt CroCop, dessen Markenzeichen sein blitzschneller linker Kopftritt war, weiterhin als einer der besten Schwergewichtskämpfer, die im Kickboxen und MMA über diesen Planeten gewandelt sind.
Hauptsächlich beruht sein Ruhm auf seinen Vorstellungen bei den PRIDE-Veranstaltungen, die Mitte des letzten Jahrzehnts stattfanden und unter Fans inzwischen schon fast mystisch verehrt werden. Doch seitdem ist einige Zeit vergangen. Der Mirko Filipovic von heute ist nicht mehr derselbe, der er vor zehn Jahren war. Trotzdem freut sich ein Großteil der Medien, begleitet von durchaus berechtigter Kritik, auf die Rückkehr des personifizierten linken Kopftritts.
Denn während man bei manch anderem Kämpfer mitunter den Eindruck bekommt, dass da jemand den Absprung nicht rechtzeitig geschafft hat und sein Vermächtnis zerlegt, ergeht es zumindest mir beim Kroaten anders. Zu zementiert scheint seine Lebensleistung, die er sich durch seine zahlreichen Siege bei K-1 und Pride erkämpft hat. Eine Niederlage mehr oder weniger zum Abschluss seiner Karriere, was macht das schon. Mag sein, dass eine solche Einstellung anderen Kämpfern gegenüber unfair ist, die dafür kritisiert werden, ihren Absprung nicht zu schaffen. Aber CroCop ist nun mal CroCop. Einer der besten Kämpfer der letzten zehn Jahre.
