Wer darf den Olympioniken die Boxhandschuhe anziehen,

Gegner in Spiel sind zwei internationale Organisationen, die beide auch schon durch teilweise suspekte Taten auffielen. Angefangen mit dem IOC auf der einen Seite und noch lange nicht zu Ende mit der AIBA auf der anderen. Geschenkt, die AIBA incl. Ihre Freunde beim DBV haben alles dafür getan angreifbar zu sein. Die Wahl eines mutmaßlichen Drogendealers, der international geächtet ist, zum Vorsitzenden der internationalen Boxsportorganisation AIBA war sicher nicht die schlauste Entscheidung. Natürlich gilt auch hier die Unschuldsvermutung, aber man muss sich schon fragen ob die Personaldecke der AIBA so dünn ist, dass die beste Wahl ein von den Briten als „wichtigsten Figur[en] im globalen Heroinhandel“ eingestufter Usbeke die einzige Alternative war. Es kam wie es zwangsläufig kommen musste, ohne Rücksicht auf tausende Sportler fiel die Entscheidung des IOC und die AIBA hat keine Einfluss mehr auf die Nominierung der Olympioniken. Nun darf das japanischen IOC-Mitglieds Morinari Watanabe die Qualifikation organisieren und die ersten Profiverbände wittern Ihre große Chance den Amateurboxsport zu infiltrieren, denn reine Nächstenliebe dürfte es von der WBA nicht gewesen sein, sofort ihre Hilfe anzubieten. Jetzt heißt es abwarten wie viel Porzellan die Funktionäre noch zerschlagen werden und was vom Boxsport, um den es übrigens hier hauptsächlich gegen sollten später übrig bleib…

 

Ring frei

Rainer

BOXHAUS

Veröffentlicht unter Kategorien | Hinterlasse einen Kommentar

Modern… auch besser? Innenhandschuhe vs Boxbandagen

Aktuell erleben Innenhandschuhe einen Boom, es ist ja so viel einfacher, man zieht sie einfach an und spart sich das aufwendige wickeln.

Um zu entscheiden, ob es sinnvoll ist Innenhandschuhe zu verwenden, muss man abklären welchen Funktion normale Boxbandagen haben. Da wäre zuallererst das Naheliegende, Boxbandagen stabilisieren die Hand, sie polstern die Knöcheln und verhindern Verletzungen der Handgelenke. Eine weitere Aufgabe ist nicht so offensichtlich, Boxbandagen saugen den Schweiß auf, dadurch wird der Handschuh trocknender, stink weniger und hält länger, wenn man weiß, dass Schweiß der Leder Killer Nr. 1 ist wird der Zusammenhang klar.

 

Fazit: Boxbandagen zum Wickeln sind ein Muss für ernsthaftes Training, es gibt keine Alternative beim Sparring und Gerätetraining. Sie stabilisieren und schützen die Hand des Boxers und nehmen den Schweiß auf. Die Funktion der Innenhandschuhe beschränkt sich auf die Aufnahme von Schweiß, eine wirkliche Protektion der Hand findet nicht statt. Wir empfehlen also Innenhandschuhe nur dort wo die Hand durch die Art des Trainings, beispielsweise Schattenboxen nicht gefährdet ist.

 

Ring Frei

Rainer

Team BOXHAUS

Veröffentlicht unter Boxen | Hinterlasse einen Kommentar

Damit Du Dich für die richtigen Boxhandschuhe entscheidest

Zuerst musst Du Dir klar sein was Du machen willst, sind es Wettkämpfe, ist es Fitnessboxen, willst Du am Boxsack trainieren oder mit Deinen Trainingspartnern Sparring machen. Für jeden Zweck gibt es die richtigen Boxhandschuhe

–  

 

  • fangen wir mit Boxhandschuhe für den Wettkampf an. Um die Verletzungsgefahr zu verringern sind beim Wettkampf die Boxhandschuhe eindeutig vorgeschrieben. je nach Verband und Sportart können sich die Vorgaben dabei deutlich unterscheiden. Im Profiboxen werden Boxhandschuhe zum Schnüren verwendet, Sie dürfen ein Gewicht von 8oz oder 10 oz haben. Im Amateurboxen oder olympischen Boxen werden von Kindern, Jugendlichen und Frauen Boxhandschuhe mit einem Gewicht von 10 oz verwendet, Männer der oberen Gewichtsklassen boxen mit !2 oz Handschuhe. In den meisten anderen Disziplinen wie dem Thaiboxen oder Kickboxen werden 10 oz verwendet

 

  • .. seien wir ehrlich, das Auge boxt mit und die Beanspruchung beim Fitnessboxen ist überschaubar, hier entscheidet das Auge und man ist mit einem soliden Boxhandschuh aus Kunstleder bestens bedient, Ihr könnt also Eurer Fantasie freien Lauf lassen und Euch den schönsten Handschuh von allen gönnen. Das Gewicht richtet sich nach Euren Prioritäten, wollt Ihr Dynamik werden und schnelle Techniken erlernen nehmt einen leichten Handschuh, beispielsweise 8 oz, sollen Kraft und Ausdauer verbessert werden dürfen es auch 12 o0z und mehr sein.

 

  • Ihr steht vor dem Boxsack, der schlägt zwar nicht zurück, stellt aber für Boxhandschuhe eine enorme Herausforderung dar. Hier gibt es spezielle Sandsack- oder Geräte Handschuhe, die man nehmen kann, die wir aber wegen der Verletzungsgefahr nicht empfehlen. Besser sind hier robuste Boxhandschuhe aus Leder. Hier müsst Ihr darauf achten, dass der Handschuhe explizit für das Boxsack Training geeignet ist, ansonsten mach sich die Füllung mittelfristig selbstständig. Boxsack Training beinhaltet auch ein Verletzungsrisiko, es gilt am Boxsack immer bandagiert zu trainieren, hier dürfen es auch längere Wickelbandagen sein. Das Gewicht der Handschuhe richtet sich nach dem Trainingsziel, dynamische Techniken trainiert man mit leichten Handschuhen, Kraft, Ausdauer etc. mit den schwereren Boliden

 

  • zu guter Letzt kommen wir zur Königsdisziplin im Kampfsport, dem Sparring. Hier ist es oberstes Ziel Verletzungen zu vermeiden, es gilt Handschuhe ab 12 oz aufwärts. Das Höhere Gewicht verringert die Beschleunigung der Handschuhe und damit auch die Wirkung am Kopf Eures Trainingspartners. Er wird es Euch danken. Hier ist auch unbedingt auf die Verwendung gleichartiger und gleichschwerer Handschuhe beider Boxsportler zu achten, ansonsten bekommt der mit den schweren Boxhandschuhen die merkbareren Treffer

 

 

Sollten Fragen noch Fragen offen sein, scheut Euch nicht uns anzusprechen

Veröffentlicht unter Kategorien | Hinterlasse einen Kommentar

Und allem Anfang wohnt ein Zufall inne

folgende Artikel haben wir von Wirtschaftsförderung Südwestmecklenburg übernommen

Rainer Proch ist gerade 38 Jahre alt, als seine Tochter Sarah sich im Alter von 11 Jahren dazu entschließt, mit dem Boxsport zu beginnen. Heute, 12 Jahre später, hat sich für beide der mutige Schritt der Tochter mehr als gelohnt: Sarah Scheurich ist amtierende Vize-Europameisterin, mehrfache Deutsche Meisterin, WM-Teilnehmerin und gilt als die ambitionierteste Deutsche Boxerin im Amateur-Boxsport. Rainer Proch führt heute mit BOXHAUS den führenden Deutschen Online-Versandhandel für Boxsport-Artikel. Außerdem gehören ein eigenes Szene-Modelabel und ein Hersteller-Label für hochwertige Boxsportartikel zu seiner Unternehmensgruppe. Sitz des Unternehmens: Demen im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

 

Gar nicht so leicht zu finden: Wer den Unternehmenssitz der BOXHAUS-Gruppe erstmalig besucht, der sollte auf jeden Fall gut auf sein Navi hören. Und er sollte nicht die Erwartung haben, dass Deutschlands renommiertester Online-Versender für Boxsport-Artikel sowie das firmeneigene Modelabel BOXHAUS BRAND und die ebenfalls firmeneigene Herstellermarke 7PUNCH in einem hochmodernen Gebäude aus Stahlbeton und Glas residieren. Es ist die ehemalige Grundschule Demen, die seit 2012 als Unternehmenssitz, Warenlager und Showroom dient. „Als wir 2010 eine Immobilie suchten, war die Aussicht, dieses Gebäude für unsere Zwecke erwerben zu können absolut ideal. Dabei half uns die große Unterstützung, die wir durch den damaligen Bürgermeister von Demen und heutigen Landtagsabgeordneten Thomas Schwarz erhielten“, sagt Rainer Proch, Gründer und CEO der BOXHAUS-Gruppe. Gemeinsam mit seiner Frau Annette Scheurich riskierte der gebürtige Schweriner damals den großen Schritt, die ehemalige Schule mit 2.000 qm Nutzfläche zu erwerben und gemäß den eigenen Zwecken zu nutzen. Vorher existierte BOXHAUS bereits 5 Jahre lang: auf dem eigenen Rest-Bauernhof – fünf Fahrminuten entfernt von Demen. „Anfangs hat das ja noch ganz gut funktioniert, aber dann wurde unser Lagerbestand immer größer und umfangreicher. Außerdem hatten wir mitten in Wald und Wiesen kein Breitband. Der Umzug nach Demen war für uns absolut notwendig“, ergänzt Annette Scheurich, die ebenfalls aus Schwerin stammt und die das Warenlager und den Versand aller Unternehmensbereiche leitet. Erst der Versandhandel – dann die eigene Modemarke Doch zurück zum Anfang. Wir schreiben das Jahr 2005. Rainer Proch arbeitet als IT-Spezialist und Online-Entwickler u. a. an der strategischen Entwicklung und Umsetzung der Website der SVZ, als seine Tochter Sarah ihren Eltern stolz Rainer Proch ist gerade 38 Jahre alt, als seine Tochter Sarah sich im Alter von 11 Jahren dazu entschließt, mit dem Boxsport zu beginnen. Heute, 12 Jahre später, hat sich für beide der mutige Schritt der Tochter mehr als gelohnt: Sarah Scheurich ist amtierende Vize-Europameisterin, mehrfache Deutsche Meisterin, WM-Teilnehmerin und gilt als die ambitionierteste Deutsche Boxerin im Amateur-Boxsport. Rainer Proch führt heute mit BOXHAUS den führenden Deutschen Online-Versandhandel für Boxsport-Artikel. Außerdem gehören ein eigenes Szene-Modelabel und ein Hersteller-Label für hochwertige Boxsportartikel zu seiner Unternehmensgruppe. Sitz des Unternehmens: Demen im Landkreis Ludwigslust-Parchim. WiFöG Weekender Aus dem Nichts zum Online-Primus, Modelabel und Sportartikelhersteller: Und allem Anfang wohnt ein Zufall inne Das monatliche Unternehmensportrait | Ausgabe 1 2 präsentiert: „Ich will Boxen!“ Für beide Eltern durchaus ein gewöhnungsbedürftiger Wunsch. „Keiner von uns beiden hat ihr das in die Wiege gelegt“, lächelt Annette Scheurich, „wir waren gerade am Anfang eher überfordert mit dieser Vorstellung.“ Doch wo ein Wille, da ist immer auch ein Weg. Zunächst jedenfalls. Sarah Scheurich beginnt mit dem Training. Und schon sehr schnell zeigt sich ihr überdurchschnittliches Talent. Die ersten Wettkämpfe stehen an. Rainer Proch: „Ich musste feststellen, wie schwierig es damals war, vernünftige Sportbekleidung für boxende Mädchen zu bekommen.“ Ganz gleich, ob Online – damals noch sehr rudimentär – oder im stationären Handel. Rainer Proch erkannte schnell das große Potential, das ein gut organisierter und professionell inszenierter Online-Versandhandel bereits zu jener Zeit bieten könnte. Schnell wurde die Firma BOXHAUS gegründet. Der Startschuss fiel im Jahre 2006 – eine Zahl, die sich auch heute noch gerade auf vielen Kleidungsstücken des Modellabels BOXHAUS BRAND wiederfindet. Das Unternehmen wuchs sehr rasch. Dynamisch würde mancher sagen. Als rasant empfanden es Rainer Proch und Annette Scheurich. Schnell kam der Landesboxverband auf sie zu. Es ging zunächst darum, alle Boxer in M-V verlässlich mit Ausrüstung zu versehen. Dann folgte Sponsoring. BOXHAUS stieg als Ausrüster auf bis in höchste Sphären: die Nationalmannschaften Deutschlands, zahlreiche Verbände, Vereine und auch einzelne Boxer tragen schon seit langem das Logo der Demener auf der Brust des Trainingsanzugs. Dazu kam die finanzielle Beteiligung an der Ausrichtung von Turnier-Wettkämpfen: Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften und nicht zuletzt der Queens Cup, eines der bestbesetzten Frauen-Boxturniere Europas. „Plötzlich erkannten wir die Dimension, die eine eigene Bekleidung erreichen könnte“ Irgendwann begann BOXHAUS damit, Promo-Shirts auf einfache Weise zu produzieren, um so einen Merchandising-Artikel für Markenwerbung des Online-Versandhandels zu haben. Ein Schritt mit Folgen. „Die Boxer rissen uns die ersten Shirts sprichwörtlich aus den Händen“, erinnert sich Rainer Proch, „und nicht nur die – plötzlich erkannten wir die Dimension, die eine eigene modeorientierte Bekleidung erreichen könnte“. So entstand im Jahr 2011 die Modemarke BOXHAUS BRAND. Das Modelabel wuchs noch dynamischer als der Online-Versandhandel. Dafür verantwortlich sind mit Sicherheit auch zahlreiche Prominente, die auf Shirts, Hoodies, Caps oder Jogginghosen der Marke BOXHAUS stehen: beispielsweise der Rostocker Hip-Hop-Künstler Marteria. Oder die Tatort-Kommissarin Simone Thomalla beziehungsweise ihr Stuttgarter Pendant Richy Müller. Und die gesamte Bühnencrew des Techno-Mitbegründers Scooter kleidet sich in BOXHAUS. „Immer wieder entdecken wir im Fernsehen oder in Zeitschriften und Magazinen, aber gerade auch in den sozialen Medien Bildmaterial von prominenten oder nicht ganz so prominenten Menschen, das sie in BOXHAUS-Bekleidung zeigt. Das macht einen schon stolz. Wir teilen das dann auch oft über die Online-Kanäle, die wir haben“, verrät Rainer Proch. Dennoch gäbe es auch Prominente, die das nicht so gern sehen. „Dafür habe ich ein großes Verständnis – privat muss auch privat bleiben. Daran halten wir uns“, so Proch weiter. Für Marteria aber gilt das nicht. Er trägt gern BOXHAUS und zeigt das: auf Instagramm und Facebook – aber auch live auf der Bühne oder in seinen Videos. Dennoch ist BOXHAUS BRAND eine hochwertige Freizeit-Modemarke für Jedermann. Urban Street Style könnte man sagen – man sieht die Marke in erster Linie auch eher in Metropolen wie Berlin, Hamburg, München oder dem Ruhrgebiet. „Unsere BOXHAUS Collection ist klassisch zeitlos also modisch langlebig und eben nicht trendy“, erklärt Annette Scheurich. Martialisch, kriegerisch anmutende Motive gibt es nicht – auch keine, die Kriminalität, Sexismus o. ä. verherrlichen. Es gibt nur eine Collection, die immer wieder erweitert wird und die alle Klassiker dauerhaft erhält. Die Schnitte und Materialien sind allesamt unique und Teil des Konzepts. Gefertigt wird im europäischen Ausland. „Wir kennen die Stärken und Schwächen vieler Markenartikel“ Im Jahr 2014 folgte dann mit der Schaffung und Etablierung einer eigenständigen Herstellermarke für Boxsportartikel der letzte wichtige Entwicklungsschritt. Unter dem Markennamen 7PUNCH verkauft die BOXHAUS-Gruppe nun vom Boxhandschuh, über Boxer-Hosen bis hin zum Springseil funktionelle Artikel für Leistungssportler – alles im hochwertigen Segment. Rainer Proch: „Dieser Schritt hat sich uns irgendwann geradezu aufgedrängt – schließlich kennen wir die Stärken und Schwächen vieler Markenartikel für den Boxsport. 7PUNCH ist eine Marke für ambitionierte Boxsportler beider Geschlechter. Die Entwicklung in diesem Bereich ist sehr positiv.“ Ende gut – alles gut, könnte man meinen. Dennoch gibt es immer Dinge zu verbessern. Auch bei BOXHAUS, wo die ständige Optimierung quasi zum Unternehmenscredo gehört. Annette Scheurich: „Kaum jemand aus der Region kennt uns oder weiß, dass wir von hier sind.“ Als „Local Dealer“ werde man auch nicht genug wahrgenommen. Eine Tatsache, die sicherlich der Unternehmensentwicklung eines reinen Online-Versenders geschuldet ist. Aber auch etwas, das verändert werden soll in den kommenden Jahren: „Wir wollen unsere lokale Identität schärfen“, verspricht Rainer Proch. Tage der offenen Tür bzw. Werksverkäufe oder der Support regionaler Events stehen in Planung. Proch weiter: „Wir möchten, dass die Menschen aus der Region BOXHAUS und vor allem das Modelabel BOXHAUS BRAND noch stärker als eine Modemarke, die quasi vor der eigenen Haustür angesiedelt ist, erkennen. Denn das nützt allen gleichermaßen.“ Let‘s get ready to rumble! 

DAS IST DIE BOXHAUS-Gruppe:

Gründung 2006 BOXHAUS, BOXHAUS BRAND, 7PUNCH

Seit 2012 in Demen

9.000 verschiedene Artikel auf Lager

2.000 qm Lagerfläche

4.000 qm Grundstück

6 Mitarbeiter

7-stellige Umsätze pro Jahr

Inhaber: Rainer Proch | Ziolkowskiring 33, 19089 Demen E-Mail: info@boxhaus.de | Telefon: +49 (0) 38488-50 98 09 | Fax: +49 (0) 38488-50 98 28

Sie interessieren sich für weitere Informationen zu dem vorgestellten Unternehmen bzw. zum WiFöG Weekender? Oder Sie kennen ein Unternehmen, das Sie unbedingt in einer unserer kommenden Ausgaben präsentiert sehen möchten? Dann nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf: Wirtschaftsförderung Südwestmecklenburg | Lindenstr. 30, 19288 Ludwigslust | Ansprechpartner: Marc Brendemühl | Telefon: 03874 / 620 44 18 | E-Mail: brendemuehl@invest-swm.de Website: www.invest-swm.de | Facebook: www.facebook.com/wifoeg Der WiFöG Weekender ist ein monatlich erscheinendes Unternehmensportrait, das am Wochenende Online über die Kanäle der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg publiziert wird. Wir präsentieren in dieser Serie Unternehmen und Unternehmer und werfen dabei auch bewusst einen Blick hinter die Kulissen. 

Veröffentlicht unter Kategorien | Hinterlasse einen Kommentar

Max Coga: Der Besessene

“SUPERIOR FC 16” LIVE UND EXKLUSIV AUF RAN FIGHTING

 

Max Coga: Der Besessene

 

Max Coga ist nicht nur fokussiert, er ist regelrecht besessen von Kampfsport. Ob er mit 27 Jahren bereit ist für den Sprung auf die internationale Bühne, muss er bei Superior FC 16 beweisen (am 11. März live und exklusiv auf ranFIGHTING.de).

 

Unterföhring, den 09. März 2017 – Es gibt eine Konstante in Max Cogas Leben: Kampfsport. Mit sechs Jahren begann er mit Karate, mit elf Jahren Judo und den ersten Wettkämpfen, mit 18 Jahren Luta Livre und Muay Thai. Der Grundstein für eine erfolgreiche MMA-Karriere war gelegt.

 

Mit 19 Jahren wurde es ernst. Coga reiste zum ersten Mal nach Brasilien und in die USA, um seine Fähigkeiten am Boden weiter zu verfeinern. Das Federgewicht sammelte schnell Siege auf der lokalen Ebene, Coga beendete sogar sein Studium der Sport- und Betriebswirtschaftslehre, um sich voll auf den Sport zu konzentrieren. Für Coga heißt das: zwei Trainingseinheiten pro Tag, nur der Sonntag ist frei. Essen ist für ihn kein Genussmittel mehr, sondern nur noch Treibstoff. Und selbst im Schlaf denkt Coga nur an das eine: MMA.

 

2013 war das Jahr von Coga, er räumte auf der nationalen Ebene alles ab. Doch als er den Sprung auf die europäische Ebene wagte, musste er eine deutliche Niederlage einstecken. Das Ticket für die UFC löste sein Gegner Niklas Backstrom.

Das letzte Jahr war wieder das Jahr von Coga: Vier Siege in Folge und damit die Auszeichnung „Kämpfer des Jahres“. Mit einem Sieg gegen den sehr erfahrenen Schwarzgurt im BJJ Nilson Pereira bei Superior 16 muss Coga zeigen, ob er wieder kurz vor dem Ziel einknickt, oder ob sein Ehrgeiz ihn bis ganz nach oben katapultiert.

 

Bei Superior FC 16 versammeln sich die großen Namen des deutschen MMAs. Neben Coga stehen dessen Teamkollegen Saba Bolaghi und Christian Eckerlin. Aus Düsseldorf reisen die Talente Roberto Soldic und Abus Magomedov an. Und der „Marathon-Mann“ des MMA mit mehr als 300 Kämpfen, Travis Fulton, gibt sein Deutschland-Debüt.

 

SUPERIOR FC 16 am 11. März ab 18.00 Uhr live auf ranFIGHTING.de sowie als Wiederholung im re-live verfügbar – im Live-Pass für 9,99 Euro.

Mehr Informationen und spannende Kampfsport-Events unter www.ranFIGHTING.de

Veröffentlicht unter Kategorien | Hinterlasse einen Kommentar

WE LOVE MMA MÜNCHEN: Münchner Talente drängen ins Rampenlicht

“WE LOVE MMA MÜNCHEN” LIVE UND EXKLUSIV AUF RAN FIGHTING

WE LOVE MMA MÜNCHEN: Münchner Talente drängen ins Rampenlicht

Bayern war lange nicht die erste Adresse für MMA. Jetzt wollen bei We Love MMA München mehrere Talente aus dem Freistaat an die Spitze (am 18. Februar live und exklusiv ab 19.00 Uhr auf ranFIGHTING.de).

Unterföhring, den 15. Februar 2017 – Lange galt Bayern als MMA-Entwicklungsland. Der Fokus lag auf NRW, Baden-Württemberg oder dem Norden der Republik. Jetzt wollen sich gleich drei Lokalmatadore bei We Love MMA München für höhere Aufgaben qualifizieren.

Michael Deiga-Scheck hat sich große Ziele für dieses Jahr gesteckt. Er will den Sprung in eine internationale Liga schaffen. Eigentlich wollte er bereits 2016 durchstarten, doch der 31-jährige Deutsch-Brasilianer musste seine erste Niederlage durch einen umstrittenen Punktrichterentscheid hinnehmen und mehrere Monate aufgrund eines Tumors am Oberschenkel pausieren. Ende 2016 bewies Deiga-Scheck, dass er immer noch hungrig ist und feierte ein erfolgreiches Comeback. Bei We Love MMA München will er gegen Ali Sarwari sein Ticket für einen Spitzenkampf lösen.

Ein heißer Kandidat für den Kampf des Abends ist das Aufeinandertreffen zwischen dem Münchner Arif Emre Koyoncu und dem Crailsheimer Daniel Vogt. Seit seinem ersten Auftritt bei We Love MMA, den er mit einem spektakulären Knockout gewann, steht der Muay-Thai-Spezialist Koyoncu für Action pur. Mit Daniel Vogt bekommt er einen zähen Gegner vor die Fäuste, der in seinen letzten Kämpfen durch unglaubliche Ausdauer auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Eine Premiere feiert Shawais Mohammadi. Nach einem tempogeladenen Amateurkampf im Dezember wechselt Mohammadi jetzt ins Profilager. Er trifft auf den hervorragenden Boxer Movsar Isaev, der lange bei Herta BSC trainierte und nationale Erfolge im Amateur-Boxen feiern konnte.

Leider fällt der Kampf von Charles „Felony“ Bennett aus. Bennett, der am vergangenen Wochenende in England kämpfte und durch einen Würgegriff verlor, erhielt eine 28-tägige ärztliche Sperre und kann damit nicht in München antreten.

We Love MMA kommt zum zweiten Mal nach München in die kleine Olympiahalle. 2016 konnte die Veranstaltungsserie mehr als 20.000 Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz begeistern mit temporeichen Kämpfen und einer einzigartigen Live-Atmosphäre.

WE LOVE MMA MÜNCHEN am 18. Februar ab 19.00 Uhr live auf ranFIGHTING.de sowie als Wiederholung im re-live verfügbar – im Live-Pass (9,99 €).

Tickets für WE LOVE MMA MÜNCHEN sind unter www.welovemma.de erhältlich.

Veröffentlicht unter Kategorien | Hinterlasse einen Kommentar

WE LOVE MMA MÜNCHEN

“WE LOVE MMA MÜNCHEN” LIVE UND EXKLUSIV AUF RAN FIGHTING
WE LOVE MMA MÜNCHEN: MMA-Paradiesvogel Charles Bennett gibt Deutschlanddebüt
Bei We Love MMA München am 18. Februar kommt der MMA-Paradiesvogel Charles Bennett zum ersten Mal nach Deutschland.Er trifft auf das ungeschlagene Außnahmetalent Farbod Irannejad (live und exklusiv am 18. Februar ab 19.00 Uhr auf ranFIGHTING.de).
Unterföhring, den 03. Februar 2017 – Das Leben vieler Sportler gleicht einer geraden Linie. Seit früher Kindheit wird alles dem Sport untergeordnet, für Ablenkungen gibt es keinen Raum. Charles Bennetts Leben hingegen ist filmreif – mehr Auf und Abs hat kaum jemand erlebt.
Die Eltern Crack-abhängig und der Zwang, schnell selbst eigenes Geld zu verdienen: kein leichter Start für Charles Bennett. Schnell kam er als Jugendlicher auf die schiefe Bahn und schmiss bald die Schule. Der nur 1,65 Meter große Außnahmeathlet glänzte im Football, egal, ob als Defensive Lineman oder Running Back. Nach einem Gefängnisaufenthalt entdeckte er in einer Zeitung eine Anzeige für MMA-Training und nach der Geburt seiner ersten Tochter beschloss er, alles auf diese Karte zu setzen.
Seitdem kämpft Bennett auf der ganzen Welt, in Japan, England und natürlich den USA. Mit seinen wilden Schlägen und unorthodoxen Techniken bringt er immer wieder seine Trainer zur Verzweiflung – das Publikum liebt ihn für seinen „Alles oder Nichts“-Stil. Zuletzt konnte er spektakuläre Erfolge feiern und schlug in nur sieben Sekunden mit einem Schlag seinen Gegner in Japan k.o.
Seine Unberechenbarkeit bringt den US-Amerikaner immer in Schwierigkeiten. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, schon lange vor Conor McGregor hat er den Trash-Talk perfektioniert. Das nahm nicht jeder seiner Gegner sportlich.
Gegen Farbod Irannajad, einem versierten Ringer mit Granit in den Fäusten, wird Bennett seine ganze Erfahrung aus 60 Kämpfen benötigen. Denn Irannajad, der in seinen sieben Kämpfen ungeschlagen ist, wird alles daran setzen, sich mit einem Sieg über Bennett einen internationalen Namen zu machen.
We Love MMA, die MMA-Veranstaltungsserie, die mehr als 20.000 Zuschauer 2016 in Deutschland, Österreich und der Schweiz begeistert hat, kommt zum zweiten Mal nach München in die kleine Olympiahalle. Neben dem Deutschland-Debüt von Charles Bennett treten Lokalmatadore wie Michael Deiga Scheck (Pound for Pound Gym), Arif Emre Koyoncu (Munich MMA) und Tim Bollinger (KS Gym) an.
WE LOVE MMA MÜNCHEN live und exklusiv am 18. Februar ab 19.00 Uhr auf ranFIGHTING.de sowie als Wiederholung im re-live – Live Pass 9,99 €.

Tickets für WE LOVE MMA MÜNCHEN sind unter www.welovemma.de erhältlich. Mehr Informationen und spannende Kampfsport-Events unter www.ranFIGHTING.de Die nächsten Highlights auf ranFIGHTING.de:
UFC 208
HOLM vs. DE RANDAMIE
12.02. – NEW YORK
WE LOVE MMA MÜNCHEN
18.02. – MÜNCHEN
WE LOVE MMA LUDWIGSHAFEN
22.04. 2017 – LUDWIGSHAFEN FRIEDRICH EBERT HALLE
WE LOVE MMA OBERHAUSEN
13.05. 2017 – OBERHAUSEN KÖNIG-PILSENER ARENA
WE LOVE MMA STUTTGART
23.09. 2017 – STUTTGART CARL-BENZ ARENA
WE LOVE MMA HAMBURG
18.11. 2017 – HAMBURG BARCLAYCARD ARENA
Über ranFIGHTING.de:
ran FIGHTING bietet die gesamte Welt des Kampfsports – live und auf Abruf. Über Smartphone, Computer und via Smart TV erhalten Kunden Zugriff auf das größte Kampfsportarchiv Deutschlands und können exklusive Fights und Events genießen.
ran FIGHTING zeigt das Beste aus MMA, Kickboxen und Boxen wie z. B. UFC, Sauerland, Glory Kickboxing, Matchroom Boxing, Steko Kickboxen, Internationale Karatemeisterschaften, ausgewählte Box- sowie MMA-Highlights und vieles mehr!
ran FIGHTING bietet folgende Produkte:
*ran FIGHTING BLACK PASS*
Mit dem ran FIGHTING Monatsabo für 3,99 € stehen Live-Events, echte Klassiker und zahlreiche Formate wie KOTV, Fighter-Dokus oder Interviews zur Verfügung. Der Black Pass bietet den 24/7 Kampfsportchannel, Live-Events und ein ständig wachsendes Kampfsportarchiv.
*Exklusive Pay-Per-View Events*
Weltweite Pay-Per-View Events aus Boxen und MMA, zum Beispiel UFC, sind individuell und exklusiv buchbar – auch ohne Abonnement des „Black Pass“.

Veröffentlicht unter Kategorien | Hinterlasse einen Kommentar

Shevchenko vs. Pena: Kampf der Bad Girls

“UFC DENVER” LIVE UND EXKLUSIV AUF RAN FIGHTING

 

Shevchenko vs. Pena: Kampf der Bad Girls

 

In der Nacht auf den 29. Januar treffen Valentina Shevchenko und Julianna Pena in Denver aufeinander. Die Siegerin fordert als nächstes die Weltmeisterin im Bantamgewicht der Frauen Amanda Nunes heraus.

 

Unterföhring, den 27. Januar 2017 – Wenn Julianna Pena bei UFC Denver gegen Valentina Shevchenko in das Octagon steigt, treffen zwei Bad Girls aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten (UFC Denver live und exklusiv in der Nacht vom 28. auf den 29. Januar ab 2.00 Uhr auf ranFIGHTING.de).

 

Seit ihrem Sieg in der 18. Staffel der UFC-Reality Show „The Ultimate Fighter“ fühlt sich Julianna Pena bereit für einen Titelkampf und fordert diesen auch lautstark. Dass es trotz Siegen über ehemalige Titelherausforderinnen wie Cat Zingano noch nicht dazu gekommen ist, darf sie ihrem „Bad Girl“-Verhalten zuschreiben.

 

Denn Pena liebt es zu polarisieren. Und wenn etwas nicht nach ihrem Willen geschieht, ist sie bereit zu explodieren. So schoss sie immer wieder verbale Spitzen gegen Holly Hom und Ronda Rousey. Vor einem Jahr geriet sie sogar in eine Schlägerei vor einem Nachtclub und wurde verhaftet, kam aber mit einer Ermahnung davon. Jetzt gibt sich Pena geläutert. Wie lange das hält, wird sich zeigen.

 

In Denver steht Pena eine Kämpferin gegenüber, die vielleicht nicht so laut, aber mindestens genauso taff ist. Denn Valentina Shevchenko trägt nicht ohne Grund den Spitznamen „Bullet“. Die mehrfache Kickboxweltmeisterin attackiert im Octagon blitzschnell, wie eine Kugel. Und ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit richtigen Schusswaffen – egal, ob auf dem Schießplatz oder in der Natur auf der Jagd.

 

Shevchenko hat zuletzt Ex-Champ und Rousey-Bezwingerin Holly Holm deutlich besiegt, jetzt will sie den Titelkampf. Nicht nur wegen des Titels: Gegen Nunes hatte sie vor einem Jahr knapp verloren, dafür will sie jetzt Rache.

 

UFC DENVER in der Nacht vom 28. auf den 29. Januar ab 2.00 Uhr live auf ranFIGHTING.de sowie als Wiederholung im re-live verfügbar – im Black Pass enthalten (3,99 € / Monat).

Mehr Informationen und spannende Kampfsport-Events unter www.ranFIGHTING.de

Die nächsten Highlights auf ranFIGHTING.de:

 

UFC FIGHT NIGHT DENVER

SHEVCHENKO vs. PENA

29.01. – DENVER

 

FRAMPTON vs. SANTA CRUZ II

29.01. – LAS VEGAS

 

UFC 208

HOLM vs. DE RANDAMIE

12.02. – NEW YORK

 

WE LOVE MMA MÜNCHEN

18.02. – MÜNCHEN

Veröffentlicht unter Kategorien | Hinterlasse einen Kommentar

Bare Knuckle Boxen und die heuchlerische Doppelmoral der Dämonisierung

Natürlicher als der Faustkampf ist wohl nur das Babysmachen. Die Wurzeln liegen tatsächlich so weit zurück, dass es scheint, als sei Boxen schon immer präsent gewesen. Rohes Prügeln mauserte sich erstmals um 700 vor Christus zu einer etablierten Sportart und ist noch immer ähnlich pur, wie zu den 23. olympischen Spielen des Altertums. Die vermutlich größte Veränderung des Boxsports: Die Queensberry-Regeln. No Mercy für Kämpfer – alles für das Publikum.

Bare Knuckle Boxen auf den ersten und zweiten Blick

Mit bloßen Fäusten auf einen Gegner einzuhämmern, ist nicht Bare Knuckle Boxing, sondern Straßenkampf, vielleicht Selbstverteidigung, vielleicht Testosteron Überschuss berauschter Halbstarker und ohne Zweifel konträr zum wettkampforientierten Faustkampf. Ein Unterschied, der für den Leien nicht allzu leicht erkennbar ist und das vollkommen nachvollziehbar. Kein Zuschauer, der nicht am Kampfsport beteiligt ist, sieht in den Kopf eines Bare Knuckle Fighters und auch nicht in den eines Boxers aus dem offiziellen Sport, er weiß nicht, aus welcher Motivation er mit Ehrgeiz tut, was er tut und möchte sich in der Regel nur von dessen sportlichen Leistung in den Bann ziehen lassen, er will ein Stück von dem, was er sieht spüren – tief in seiner DNA Verborgenes aufleben lassen. Und sich ein Urteil bilden. Keinen Führerschein besitzen und sich über komisch Parkende lustig machen, quasi.
Boxhandschuhe
Seit den Queensberry Regeln, 1867 also, entwickelte sich eine parallele Boxkultur, die es nicht aus Kneipen und Hinterhöfen schaffte. Kämpfer, die mit bloßen Händen boxten, ohne Rundenlimit, bis zum K.O, bis einer der Boxer aufgab, ganz ähnlich dem Mayweather Gym – nur ohne Handschuhe. Nach Hahnenkampfmanier fielen Schläge in teils stundenlangen Kämpfen, mit allem was der Untergrund zu bieten hatte. In Mitten zwielichtiger Gestalten und hohen Wettsummen tragen noch heute Familienclans in Großbritannien und Irland Kämpfe aus, während die World Bareknuckle Boxing Association unreguliert und illegal Weltmeister kürt. Underground-Fighter die nach der Rache von vor zig Jahren verlorenen Kämpfen trachten, die in Beulereien auf schlecht befestigten Wegen im Sichtschutz alter Jeeps und einer Menschenmenge ihre Familienehre verteidigen, oder einfach Geld zum Leben brauchen, sie lösen und verursachen Probleme im englischen und irländischen Hinterland – bei allem Argwohn – nach striktestem Fairplay. Doch die Umstände waren anders zu Zeiten, als John L. Sullivan der letzte Champion im Bare Knuckle Boxing Schwergewicht war. Sullivan gilt als erste amerikanische Sportslegende, als Nebenerscheinung war seine Geldbörse praller, als jede Geldbörse eines Athleten vor ihm. Berühmt und wohlhabend also und ein guter Boxer noch dazu. Wie stark sich das Boxen, das wir kennen und das verruchte Bare Knuckle Fighting tatsächlich unterscheidet? Es war keine Seltenheit, dass ein Kampf sich über mehrere Stunden erstreckte, manche gingen sogar länger als ein Tag. Wie roh und zermürbend das Boxen zu Sullivans Prime wirklich war, zeigen Tourneen: 195 Kämpfe in 136 Städten und diese Tortour in nicht mehr als 238 Tagen.

Warum ist Bare Knuckle Boxen nicht im Mainstream vertreten?

Nun, der längste Kampf der Bare Knuckle Boxing Geschichte dauerte knapp über sechs Stunden. Mit solch freizeitzerstörenden Sendezeiten verliert jede TV-Station Zuschauer. Außerdem machen sich von Cuts übersäte Gesichter nach einer Barbara Salesch Show und vermutlich auch bei ihrer Zielgruppe weniger gut. Boxen, so glamourös und elegant verkauft sich schlicht besser. Boxen ist ohne Frage ein wunderbarer Sport. Es fördert Menschen geistig, körperlich und verbessert die Lebensqualität ungemein, wir sollten nur die Wurzeln nicht vergessen, gerade dann, wenn Titel fallen wie “the greatest boxer of all time“. Zudem bewegen sich Boxkämpfe ohne Handschuhe und unter gegebenen Bedingungen in einer gesetzlichen Grauzone, die generell keinen Markt bietet. Bobby Gunn verteidigte seinen Weltmeister Titel in Jeans, auf dem Betonboden einer Tiefgarage. Und ob es moralisch eine Sache wäre, dessen Popularität ausgeweitet werden sollte,
ist ebenfalls fraglich. Nicht der Gefahr wegen, sondern vielmehr aufgrund der Nähe zur Realität.

Unser Boxen vs. Bare Knuckle Boxen, was ist gefährlicher?

In Anbetracht des Fakts, dass Tom Hyer an Herzversagen starb, Jem Mace bis zu seinem 78. Lebensjahr in den Ring stieg, William Abednego Thompsen bis zu zehn Kämpfe pro Monat von denen nicht wenige über 50 Runden zählten austrug und mit 69 Jahren von der Treppe fiel und Boxer heute als unbrauchbar gelten, wenn sie die 40 Jahre geknackt haben, ist einiges am heutigen Boxsport zu hinterfragen. Zuerst gilt es über die Boxhandschuhe nachzudenken und woher sie kommen, welche Intention sie in den Boxsport brachten. Die schweren Handschuhe mit Innenfutter und Polsterung machen zumindest den Eindruck, als seien sie Gesichts-und Gehirnschonend. In Wahrheit verbirgt sich hinter ihnen der Grund, warum Kämpfe nicht den ganzen Tag dauern. Schläge zum Kopf sollen gefördert werden, während Bare Knuckle Kämpfer aus Angst, ihre Hand zu brechen, lieber auf den Körper feuerten. Im Schutze der Handschuhe sinkt die Hemmschwelle vor schweren Schlägen für dramatischere Knockouts und ein fröhliches Publikum. Und die Kämpfer wurden nach guten Kämpfen, die aber ihre Hand zerbersten ließen nicht in eine mehrwöchige Ruhephase geschickt und erst wieder eingesetzt, wenn alles geheilt war. Das Training ohne Boxhandschuhe muss scheußlich sein, das weiß, wer einmal einen Heavybag mit bloßen Händen bearbeitete. Um Verletzungen zu vermeiden, muss der Schlag sauber und präzise kommen. Der Schädel ist hart und ein falscher Treffer kann den Kampf entscheiden. Böte sich Bare Knuckle Boxern die Möglichkeit, auf dem Niveau eines Lomachenko zu trainieren, unter gleichen Umständen, dann wären sie sicher die besseren Faustkämpfer.

Eine andere Welt des Schlagens

Wenn ein Jab die Hand brechen kann, muss umgedacht werden. Bare Knuckle Boxer schmeißen Fäuste anders. Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, einen der 27 Knochen der Hand zu teilen, wird das Handgelenk auf Kosten der Reichweite nach hinten gebeugt – mit dem Handballen geschlagen. Die Faust wird bedachter eingesetzt und ist oftmals den Körpertreffern vorbehalten. Körpertreffer vor Kopftreffer also. Und sieht der Kämpfer den Schlag seines Gegners früh genug kommen, bewegt er seinen Kopf, ähnlich einer Kopfnuss, in den Weg des Schlags – riskant, aber effektiv. Ist die Hand des Gegners gebrochen, war’s das mit harten Schlägen und vielleicht ist der Kampf entschieden. Zusätzlich bringt es den Kämpfer näher an seinen Gegner, die abgewehrte Faust konnte durch das Manöver nicht gut ausgeführt werden und es wird gekontert. Als wäre das alles nicht schon genug, verriet Joe Joyce seinen Geheimtipp für harte Hände und weniger Brüche. Ob es seinem Legendenstatus in der britischen Gypsy Bare Knuckle Boxing Szene verhalf, die Knöchel mit Benzin zu behandeln? Bare Knuckle Boxing und das moderne Boxen sind kaum miteinander vergleichbar. Die Kultur ist eine andere und der Schlag von Mensch ebenso. Die Motivation hinter diesem Artikel findet sich in der Notwendigkeit, aufzuklären. Und auch, um zu zeigen, dass Boxen nach Queensberry-Regeln nicht zweifellos harmloser ist, weil es dem Laien so scheint. Wer glaubt, dass ein Muhammad Ali der beste Boxer aller Zeiten ist, der vergisst, einen Blick auf die weitestgehend undokumentierte Zeit des Faustkampfes zu werfen.

Über den Autor:

Hey Leser! Ich bin Merlin Lauert, ein begeisterter Freelance-Texter und Blog-Connaisseur. Ich schreibe nicht nur Texte für Webseiten und Online-Magazine, sondern bin auch in Sport verliebt. Mehr von meiner Schreiberei findest du hier: https://merlinlauert.contently.com/. Melde dich bei mir unter lauertmerlin@googlemail.com

Veröffentlicht unter Kategorien | 5 Kommentare

Mobility-Standard #5: Deine Hotpots – Fehler im System

Wer meine Arbeiten schon länger verfolgt wird feststellen, dass ich das Wort „Hotspot“ öfters benutze. Dies hat einen einfachen Grund: Es bleibt im Kopf und symbolisiert eben das, was es symbolisieren soll:

Ein Hotspot ist eine Einschränkung, ein schmerzhaftes Gelenk, eine verkümmerte Muskelgruppe, ein „Fehler im System“. Jeder, egal ob „Daily-Athlet“ oder „Weekend-Warrior“ sollte seine Schwachstellen kennen und diese beseitigen.

Wie finde ich meine Hotspots? Das folgende Video gibt eine gute Übersicht:

Eine weitere sehr einfache Möglichkeit die Hotspots zu finden ist mit einer Faszienrolle.

Hierbei scannen wir unseren Körper von den Füßen kommend über die Beine (Waden, Oberschenkelvorder- und Rückseite), über den Rücken (LWS/BWS) und kommen schließlich am Oberkörper an (Latissimus-Ansatz). Finden wir schmerzhafte Punkte, so können wir vor dem Workout und natürlich auch darüber hinaus diese Punkte bearbeiten, sei es mit der Rolle oder mit passenden Mobility-Übungen. Achte dabei auf eine langsame und kontrollierte Geschwindigkeit.

Ein wichtiger Punkt beim Entdecken von Hotspots ist die Frage: „Wo kommen die Schmerzen denn her?“ Hier sind die Antworten zwar sehr vielfältig, allerdings muss eine Sache unbedingt beachtet werden:

In beinahe ALLEN Fällen sind die Schmerzursachen nicht an den Schmerzpunkten zu finden, sondern entweder darüber (Upstream) oder darunter (Downstream). Das Scan-Modell wird deshalb passend als „Upstream-Downstream- Modell“ bezeichnet. Haben wir zum Beispiel Knieschmerzen, so sollten wir uns um unsere komplette Oberschenkel-Muskulatur kümmern (Quadrizeps, Hamstrings, Ab- und Adduktoren & die komplette Hüfte) und ebenfalls die Unterschenkelmuskulatur einbeziehen (Waden- und Schienbeinmuskeln & die Sprunggelenke).

Zu guter letzt noch ein kleines Video zum Thema „Dysbalancen“:

Bleib geschmeidig!

Dein Mobility Coach Benni

Veröffentlicht unter Kategorien | Hinterlasse einen Kommentar