Mayweather vs. Berto – der letzte Kampf von „Money“?

(Bild via https://instagram.com/floydmayweather/) Egal wie man zu Floyd Mayweather steht, „Money“, so der Spitzname des zigfachen Millionärs, gehört aktuell zu den besten Boxern der Welt. Der in 48 Profikämpfen ungeschlagene Boxer, der eine ebenso imposante 84-6 Bilanz im Amateurbereich vorweisen kann, bekommt heute Abend die Möglichkeit zu einem der ganz Großen der Vergangenheit aufzuschließen: Box-Legende Rocky Marciano.

Marciano gelang es sich in nur acht Jahren eine Bilanz von 49-0 zu erkämpfen, bevor er im für Schwergewichtsboxer noch jungen Alter von 32 Jahren die Boxhandschuhe an den sprichwörtlichen Nagel hängte. Mit einem Sieg über Andre Berto könnte Floyd Mayweather heute Abend zu Marciano aufschließen, auch wenn „Money“ dafür fast 19 Jahre im Profiboxen benötigt hätte.

Kritisiert wird von vielen Seiten die Wahl des Gegners. Mayweather hat sich für diesen prestigeträchtigen 49. Kampf seiner Profikarriere mit Andre Berto nicht gerade den stärksten Kontrahenten herausgesucht, konnte der US-Amerikaner doch nur 3 seiner letzten 6 Kämpfe gewinnen, was eigentlich ein KO-Kriterium für einen Titelkampf sein sollte. Doch Mayweather, einer der besten Defensivboxer aller Zeiten, spielt nicht nur im Ring gerne auf Sicherheit.

Während sich die gesamte Boxwelt einen Kampf gegen Shawn Porter, Amir Khan oder ein Catchweight-Duell gegen „GGG“ Golovkin gewünscht hätte, entschied sich Mayweather für den vermeintlich sicheren Weg. Das ist sein gutes Recht und die sportlichen sowie finanziellen Resultate seiner Karriere zeigen, dass der ehemalige Olympionike mit seinen Entscheidungen nicht ganz Unrecht hatte. Doch trotz des Geldes und der makellosen Bilanz werden im Rückblick immer Makel an Mayweathers Karriere heften. Er war es, der den Kampf gegen Pacquiao so weit herauszögerte, bis „Pacman“ seinen Zenit deutlich überschritten hatte. Gleichzeitig boxte er in seiner langen Karriere zwar viele hochkarätige Gegner, ging mancher Herausforderung – man denke nur an Amir Khan – aber auch aus dem Weg.

Was bleiben wird ist ohne Zweifel eine beeindruckende Karriere und ein prall gefülltes Konto. Ob er jedoch irgendwann wirklich in einem Atemzug mit den ganz Großen des Sports, wie Ali oder Marciano, genannt wird, das wird erst die Zeit zeigen.

Und allen Ankündigungen zum Trotz ist es durchaus vorstellbar, dass der Kampf gegen Berto nicht der letzte seiner Karriere sein wird. Es ist nur schwer vorstellbar, dass ein Mann wie Mayweather sich wirklich mit der Einstellung des Rekords von Marciano zufrieden gibt.

 

Dieser Beitrag wurde unter Boxen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert